
| Letztes Spiel 05.05.2012 - 13:30 | Nächstes Spiel | |
| FC Rot-Weiß Erfurt | ||
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Rolf Rombach vor der Studie einer Multifunktionsarena, die am Steigerwald entstehen soll, am Rande der heutigen Pressekonferenz; Foto © clickandburn.de ...und lässt sich nicht mehr stoppen."
Mit diesen starken Worten beendete heute RWE-Präsident seine Ausführungen im Rahmen der Presskonferenz, bei der heute von Dr. Claus Worschech die städtebaulich-architektonische Standort-, Funktions- und Gestaltungsstudie für ein neues Stadion in Erfurt vorgestellt wurde, die Fragen der anwesenden Pressevertreter. Alles weitere rund um die Veranstaltung findet Ihr hier...
„Der Zug steht auf dem Gleis
und lässt sich nicht mehr stoppen.“ Mit diesen Worten stellte heute RWE-Präsident Rolf Rombach klar, dass die Stadionplanungen nun auf den Weg gebracht werden und es kein Zurück mehr gibt.
Bei der heutigen Pressekonferenz wurden verschiedene Standorte angesprochen und näher erklärt, wobei sich herausstellte, dass es ein Stadion nur am jetzigen Standort Steigerwald geben kann.
Wenig begeistert zeigte sich unser Präsident von der Indiskretion einiger Herrschaften aus dem Umfeld des Rathauses, da bereits gestern und heute in einigen Zeitungen darüber berichtet wurde. Auch seien diese Artikel zum Teil fehlerhaft gewesen.
Auch fand Herr Rombach deutliche Worte, „dass die Leistungsfähigkeit des Vereins erreicht ist und der Verein unter den gegebenen Bedingungen keine Zukunft im Profifußball hat.“ „Uns fehlen im Vergleich zu den anderen Drittligisten 1,2 Millionen Euro Werbeeinnahmen“ führt Rombach fort.
Der Grund ist ganz einfach. RWE kann im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen nicht auf Business-Seats und Logen zurückgreifen und dies sei über kurz oder lang nicht zu kompensieren. Daher müsse man sich die Frage stellen, ob man den Profifußball in Erfurt halten wolle. Dies geht jedoch nur mit einem neuen Stadion.
Auch Dr. Claus Worschech, Geschäftsführer von worschech architects – Co-Sponsor des FC Rot-Weiß Erfurt – fand deutliche Worte. So seien die Bedingungen für Profifußball gut, nur das Stadion sei dafür nicht gerüstet. So sei das 1931 gebaute und in den 70er Jahren mit einer Laufbahn versehene Stadion nie richtig saniert wurden. Letztmalig wurden 1994 eine neue Tribüne und 2004 eine neue Tartanbahn mit Anschlüssen für eine Rasenheizung gebaut.
Auch die Sichtbedingungen für Fans sind in Erfurt nicht gut. So geht man derzeit bei den neuen Stadien von 6m zwischen Spielfeld und 1. Reihe aus, in Erfurt hingegen seien es derzeit 32m. Reparaturen wurden auch schon lange nicht mehr durchgeführt, so dass nach Angaben von Dr. Worschech ein Stau von 5 Millionen Euro aufgelaufen ist. Dabei wurden jedoch keine Verbesserungen erzielt, sondern lediglich die vorhandene Substanz erhalten.
Untersucht bzw. gesucht hat man 10 für den Stadionum- oder Neubau geeignete Standorte:
1. Gispersleben
Vorteil: Ein Bahnhof lässt sich leicht installieren, weil eine Bahntrasse vorhanden ist
Nachteil: Im Umfeld des Standortes wäre keine Synergie vorhanden (Geschäfte, Restaurants)
2. Messe Erfurt
Der Vorteil der Messe wäre die vorhandene gute Infrastruktur. Nachteile sind aber das Verkehrschaos bei anderen Großveranstaltungen auf dem Messegelände. Dazu kommen die Unklarheiten des Grundbesitzes.
3. Apfelstädt
Das betreffende Grundstück ist in Privathand. In Apfelstädt könnte nur durch Privatinvestoren gebaut werden. Diese gibt es derzeit aber nicht.
4. Steigerwaldstadion - Hybrid-Version, also mit Laufbahn
"Promenadenlösung Westtribüne" für Leichtathletik und Fußball. Das Hybridstadion wäre ein Zweirangstadion: der obere Rang würde bei Leichtathletikveranstaltungen genutzt. Ein Nachteil wäre, dass einige Plätze weiterhin sehr weit vom Spielfeld entfernt wären. Im Zuge dieser Lösung würde der Eingangsbereich zum jetzigen Stadion kostengünstig umgebaut
5. Steigerwaldstadion - Neubau mit Auslagerung der Leichtathletik
Eine Multifunktionsarena würde entstehen. Im Zuge dieser Lösung würde die Leichtathletik auf das Gelände der jetziogen Weitwurfanlage und der alten Schalenhalle verlagert. Diese neue LA-Arena würde 3.000 Besuchern Platz bieten, könnte aber für Großveranstaltungen auf bis zu 15.000 Plätze aufgestockt werden.
Die neue Multifunktionsarena könnte je nach Bauart zwischen 16.000 und 29.500 Zuschauern fassen
- 16.000 nur mit Sitzplätzen
- 22.000 mit Sitz- und Stehplätzen
- 29.500 durch temporäre Ausbaumöglichkeit, z. B. für Schlagerspiele
Bilder der beiden letztgenannten Studien gibt es hier.
Mehr zum Thema auch als Video abrufbar
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