
| Letztes Spiel 05.05.2012 - 13:30 | Nächstes Spiel | |
| FC Rot-Weiß Erfurt | ||
| 4 : 0 | gegen | |
| Rot-Weiß Oberhausen |

Dank Tino Semmer und Albert Bunjaku gewinnt der RWE nach 3 1/2 Jahren endlich wieder ein Derby gegen den FC Carl Zeiss Jena. Nachdem wir durch ein Eigentor in der 1. Minute in Rückstand gerieten, konnten wir danach eine Schippe drauf legen und das Spiel drehen. Hier der Spielbericht...
Endlich nach knapp drei Jahren stand wieder das erste Derby an in dem um Punkte gekämpft wurde. Schon vor dem Spiel kamen von beiden Lagern einige Seitenhiebe an den Kontrahenten. Wenige Minuten nach 19:30 hieß es dann Anpfiff im Steigerwaldstadion. Nach nur 30 Sekunden schreckten die Erfurter Fans auf, als plötzlich der Ball zum 1:0 für den FCC im Tor zappelte. Durch ein Missverständnis mit Keeper Orlishausen erzielte Norman Loose (1.) durch ein Eigentor die Führung der Gäste.
Baumann's Elf benötigte gut 20 Minuten um den Schock des frühen Rückstandes zu verdauen. Nun nahm Erfurt klar das Heft in die Hand und erarbeitete sich die ersten Möglichkeiten. Neuzugang Semmer erlöste dann den RWE-Anhang mit einem schönen Schuss aus 20m. Cannizzaro erkämpfte sich den Ball und legte das Leder auf Semmer (26.) ab, der Nulle keine Chance ließ. Zehn Minuten später erzielte dann der Italiener Cannizzaro selber ein Tor. Allerdings stand er bei seinem Treffer im Abseits. Mit dem 1:1-Unentschieden ging es dann auch in die Kabinen.
Nach der Pause wechselte Baumann dann Joker Bunjaku ein. Der Schweizer (48.) zeigte sich auch gleich von seiner besten Seite, als er die erste Chance in der zweiten Hälfte hatte. Doch FCC-Keeper Nulle fing sein Lupfer ab. Auf beiden Seiten merkte man 30 Minuten vor Schluss das es um viel ging. Es entwickelte sich eine hitzige Partie, die durch viele Pfiffe des Schiedsrichter Trautmann unterbrochen wurde. Dadurch kam wenig Spielfluss zustande und sah wenige Torchancen. Jena beschränkte sich eher auf das Konterspiel, da die Rot-Weißen das Spiel an sich rissen. Jenas Stürmer Hähnge (69.) hatte nach einem Pass von Sträßer die erneute Führung auf dem Fuß. Doch sein Schuss ging über das Erfurter Gehäuse.
Viele der 15722 anwesenden Zuschauer hatten sich bereits mit der Punkteteilung abgefunden. Doch in der 90. Minuten verzauberte Albert Bunjaku (90.) mit seinem ersten Saisontreffer das Erfurter Steigerwaldstadion in ein rot-weißes Jubelmeer. Nach einer weiten Flanke holte sich der Schweizer den Ball aus der Luft, spielte erst Bochud und erzielte dann aus spitzem Winkel den Treffer zum Derbysieg und somit das sicherlich wichtigste Tor der Saison für die Erfurter Fans.
Als sich dann Schiedsrichter Trautmann den Ball von RWE-Kapitän Schnetzler geben lief und abpfiff, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. So groß war die Freude nach dem ersten Derbysieg nach gut 3 1/2 Jahren. Die Fans lagen sich in den Armen, die Spieler tanzten im Mittelkreis und ließen sich anschließend von den Fans feiern. Dies schien ein wirklich perfekter Freitagabend gewesen zu sein. Viele RWE-Fans feierten den Sieg mit Hupkonzerten und ausgelassenen Gesängen, als wäre es der Aufstieg gewesen.
Selbst FCC-Coach Bürger musste nach Spielschluss zugeben, dass er von seiner Mannschaft erwartet hatte und gratulierte als fairer Verlierer Karsten Baumann und seiner Elf zum verdienten Sieg.
Nächsten Sonnabend (23.08. - 14:00 Uhr) gilt es dann den Schwung aus dem Derbysieg mit nach Aalen zum Auswärtsspiel gegen den VfR zu nehmen.
Stimmen zum Spiel:
Karsten Baumann: "Wir haben ein gutes Drittligaspiel und eine gute Leistung von beiden Mannschaften gesehen. Durch das glückliche Tor in der letzten Minute wurde meine Mannschaft für den hohen Einsatz mit dem Sieg belohnt. Es freut mich besonders für Albert Bunjaku."
Albert Bunjaku: „Ich hatte Glück, vor dem 2:1 den Ball noch zu erlaufen. Dann habe ich nicht mehr viel nachgedacht, sondern einfach abgezogen und war dann überglücklich, damit das Spiel entschieden zu haben. Aber auch wenn es gegen Bayern und heute natürlich viel Rummel um meine Person gibt, ist das hier aber nicht nur der FC Bunjaku, sondern der FC Rot-Weiß Erfurt.“
Dirk Orlishausen: „Ich hatte mir den Derbysieg von meiner Mannschaft als Geschenk zum 26. Geburtstag gewünscht . Wir haben auch verdient gewonnen, weil Jena nach dem Eigentor nicht eine einzige richtige Chance hatte. Beim Eigentor habe ich zwar gerufen, dass ich den Ball direkt nehme, aber Norman hat es zu spät mitbekommen, den Ball ,umgelenkt’, und das war’s dann ...“
Norman Loose: „Dümmer kann so ein Spiel nicht los gehen, zumal so ein brisantes Derby. Das war definitiv das erste Eigentor meiner Laufbahn, und ich danke der Mannschaft, dass sie das Spiel noch gedreht hat. Wenn wir aber immer am Ende noch 2:1 gewinnen, schieße ich gern noch mehr Eigentore.“
Henning Bürger: "Das Gegentor in der letzten Minute ist sehr bitter für meine Mannschaft und ein schlechter Abgang aus dem Thüringenderby. Die Partie war zwar nicht hochklassig, doch es war ein rassig geführtes Spiel beider Mannschaften. Durch die hohe Brisanz des Derbies fehlten leider klare Aktionen. Gratulation an Erfurt zum Sieg."
Marko Riemer: „Wir haben nach dem frühen Eigentor zu wenig getan, um diese günstige Situation für uns zu nutzen. Erst ab der 70. Minute haben wir etwas mehr investiert. Das war aber insgesamt nicht ausreichend. Es ist ein Sch...-Gefühl für uns. Einige Fans haben gepfiffen. Klar, für die ist es besonders bitter, auf diese Weise in Erfurt zu verlieren.“
Niels Hansen: „Vor zwei Woche gegen Aue und gegen Kaiserslautern waren wir die großen Gewinner, diesmal ist es anders herum gelaufen, und wir müssen uns hinterfragen, warum. Es tut doppelt weh, ein Derby so zu verlieren.“
RWE: Orlishausen - Schnetzler, Pohl, Loose, Pinske - Hauswald (74. Wolf), Cinaz, Rockenbach da Silva, Judt - Semmer (46. Bunjaku),
Cannizzaro
FCC: Nulle - Holzner, Müller, Bochud, Sträßer - Ziegner, Riemer, Hansen - Schembri - Hähnge, Amirante (81. N. Petersen)
Tore: 0:1 Loose (1./Eigentor), 1:1 Semmer (27.), 2:1 Bunjaku (90.)
Karten: Judt, Bunjaku, Pohl - Hansen, Bochud
Zuschauer: 15722
Schiedsrichter: Stefan Trautmann (Bodenwerder)
Bericht: Andy Möbius, RWE-Community





































